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Der große Überblick: Ist ZUCKERRÜBENSIRUP ein guter Zuckerersatz?

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Im Rahmen unseres Zuckerfrei Experiment sind wir bei der Recherche nach Lebensmittel ohne Zucker auch auf den Zuckerersatzstoff Zuckerrübensirup gestoßen. Wie auch die Anleitung zum 30 Tage Selbstexperiment zuckerfrei leben, möchten wir auch unser Wissen zum Zuckerrübensirup mit euch teilen 🙂

Sicherlich nicht jeder käme sofort auf die Idee, Zuckerrübensirup in die Kategorie “Essbares” einzusortieren. Die zähe, braune Masse könnte eher als Klebstoff oder Schmiere durchgehen. Der Geruch ist auch nicht sofort ansprechend, und kommt leicht süßlich mit einem Hauch von bitterem Aroma daher. Unter dem Namen Rübenkraut und vielen weiteren regionalen Namen stiftet das Sirup noch zusätzliche Verwirrung. Was taugt der Zuckerrübensirup als Zuckerersatz? Eignet sich das Gold vom Acker für einen zuckerfreien Lebensstil?

ÜBERBLICK INHALT ZUCKERRÜBENSIRUP

HERSTELLUNG: Wie wird Zuckerrübensirup hergestellt

VERWENDUNG: Wofür wird Zuckerrübensirup benutzt 

INHALT: Welche Inhaltsstoffe stecken im Zuckerrübensirup

VOR- UND NACHTEILE: Was spricht dafür, was dagegen

SELBSTGEMACHT: Soll man Zuckerrübensirup selbst machen

GESCHICHTE: Was ist die Geschichte dahinter 

NAMENSGEBUNG: Der Sirup hört auf viele Namen

FAZIT: Ist Zuckerrübensirup ein guter Zuckerersatz

HERSTELLUNG: Wie wird Zuckerrübensirup hergestellt

Erntezeit für die Zuckerrüben ist von September bis Dezember. In der Fachsprache bezeichnet man diese Periode auch als Kampagne. Die erntefrischen Rüben werden sofort zu einer weiterverarbeitenden Stelle gebracht und dort einer Qualitätskontrolle unterzogen. Früchte, die sich nicht für das Rübenkraut eignen, werden aussortiert. Die Entscheidung fällt bei der Bestimmung des Zuckergehaltes. Daneben ist wichtig, wie viel Schmutzpartikel in den Rüben enthalten sind. Auch die Bezahlung der Bauern hängt von diesem Check ab.

Was taugt der Zuckerersatzstoff Zuckerrübensirup eigentlich

Im nächsten Arbeitsschritt werden die Rüben gesäubert, das heißt, von Erde, Steinen und Pflanzenteilen, die nicht für die Produktion von Zuckerrübensirup verwertet werden können, befreit.

Nach dem Abtransport in den Rübenbunker wartet eine Schneidemaschine auf die Zuckerrüben. Die Rüben werden in etwa fingerdicke Schnitze geschnitten und kommen anschließend in den Maischebehälter. Dort bleiben sie etwa für einen halben Tag und werden bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius gedämpft. Das Dämpfen verändert die Struktur der Zuckermoleküle, was für die Herstellung von Zuckerrübensirup unerlässlich ist.

Beim Abkühlen der Rübenschnitzel wird die enthaltene Saccharose in Fructose und Glucose umgewandelt. Die Rüben sind durch das Dämpfen zu einem Brei verkocht, der nun gepresst wird. Die Presse zieht mit hohem Druck den noch enthaltenen Saft heraus. Anschließend wird beim nächsten Schritt der Saft in Separatoren geleitet. Diese funktionieren wie ein Filter und ziehen alle festen Bestandteile aus dem Rübensaft, und zwar so lange, bis nur noch ein klarer, flüssiger Saft übrig bleibt.

Abschließend wird dem Saft in einer Verdampfungsanlage der Wasseranteil so weit entzogen, dass der Zuckerrübensirup einen Trockensubstanzgehalt von rund 78 Prozent aufweist. Danach wird der Sirup abgefüllt.

Zuckerrübensirup ist besonders unter dem Markennamen Grafschafter Goldsaft oder Fenner Harz ein Begriff. Weitere Markennamen sind Spelten’s Zuckerrübenkraut und Naschkätzchen. Bio-Sirup gibt es von mehreren Herstellern, darunter von Demeter. Die vor allem im Osten Deutschlands beliebte Zörbiger Überrübe ist kein reiner Zuckerrübensirup.

VERWENDUNG: Wofür wird Zuckerrübensirup benutzt

Zuckerrübensirup erinnert vom Aussehen her ein wenig an Ahornsirup, hat bei genauem Hinsehen jedoch eine dunklere Farbe und ist deutlich zähflüssiger. Bei Zimmertemperatur ist er streichfein.

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Der Geschmack ist süß, mit einer leichten Karamellnote. Eine weitere Geschmacksnuance, die beim Verkosten auffällt, ist die herbe und malzige Komponente.

Zuckerrübensirup darf nicht mit normalem Haushaltszucker verwechselt werden, es handelt sich auch nicht um ein Nebenprodukt von Rohrzucker. Unter den Brotaufstrichen, wofür Zuckerrübensirup in der Regel verwendet wird, besticht er mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen. Es sind weder k