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Diese Stoffe bieten ZUCKERERSATZ! Doch welcher ist wirklich besser als Zucker?!

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Zucker ist auf Dauer nicht gesund. Das ist klar. Doch manchmal braucht es einfach ein wenig Süße, um den Geschmack ein wenig aufzupeppen. Und manchmal haben wir auch einfach Lust drauf! Doch welche Zuckerersatzstoffe gibt es und welche taugen was? Welcher schmeckt und welcher ist gesund?

In diesem umfassenden Überblick kannst du einfach und schnell die verschiedenen Zuckerersatzstoffe vergleichen. Viel Spaß!

Wir können Zuckerersatzstoffe in drei grobe Gruppen einteilen: Natürliche Zuckerformen, bzw. Naturprodukte (wie zum Beispiel Zuckerrübensirup oder Honig), Zuckeralkohole (wie etwa Xylit) und Süßstoffe (wie zum Beispiel Stevia oder Aspartam). Neben naturbelassenen Produkten werden Zuckerersatzstoffe nämlich auch künstlich hergestellt.

Bestehen dir nach dem Lesen noch Zweifel, welche Zuckerersatzstoffe am besten zu dir passen, dann höre auf deinen Bauch oder wähle den Ersatz, der sich am besten in den Alltag integrieren lässt. Es zahlt sich aus, denn ein süßes Leben muss nicht ungesund sein!

Zuckerformen und Naturprodukte

Natürliche Zuckerformen haben im Gegensatz zu raffinierten Zuckersorten einen großen Vorteil: Sie enthalten neben der typischen Süße häufig auch Vitamine und Mineralstoffe und werden teilweise nicht chemisch verarbeitet, sondern auf mechanische Art und Weise gewonnen. Allerdings haben diese Produkte meist auch einen hohes Zuckergehalt und damit entsprechend viele Kalorien.

Zu den Zuckerformen und Naturprodukten gehören unter anderem folgende Zuckerersatzstoffe: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig, Maissirup (Isoglukose), Melasse, Reissirup, Yacon-Sirup und Zuckerrübensirup.

Agavendicksaft

Inhaltsstoffe & Herstellung

Agavendicksaft (auch Agavensirup genannt) ist ein natürlicher Zuckerersatz, der auf 100g rund 300 Kalorien und 76g Kohlenhydrate (Zucker) enthält. Im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen ist er vitamin- und mineralstoffarm und weist einen hohen Anteil an Fruchtzucker auf. Agavensirup wird in Mittelamerika, vorwiegend in Mexiko, aus denselben Pflanzen wie Tequila hergestellt. Dazu wird die Pflanze zu Mus gepresst. Der dabei entstehende Saft wird gefiltert und enzymschonend bei unter 48 Grad eingedickt, bis er einen maximalen Wasseranteil von 25 Prozent aufweist.

Agavendicksaft wird aus der gleichen Pflanze wie Tequila gewonnen
Agavendicksaft wird aus der gleichen Pflanze wie Tequila gewonnen

Verwendung & Geschmack

Agavendicksaft ist gut löslich und weist eine sirupartige Konsistenz auf. Wegen des hohen Fructoseanteils (knapp 100 Prozent) ist Agavensirup im Regelfall süßer als raffinierter Zucker. Im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen weist er eine eher geringe Neigung zur Kristallisation auf und besticht durch seine lange Lagerfähigkeit. Agavendicksaft ist in vielen Farben erhältlich. Grundsätzlich gilt: je dunkler der Saft, desto kräftiger die Karamellnote.

Agavendicksaft ist wegen seiner Löslichkeit vor allem als Zuckerersatzstoff für Desserts, Joghurts und Müslis beliebt. Er eignet sich ebenfalls für Kaltgetränke oder Tees. Wegen seiner hohen Gelierfähigkeit ist der Agavendicksaft zum Einkochen von Marmeladen und Gelees geeignet.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Agaven sind in Mittelamerika vor allem als Naturheilmittel bekannt. Die als heilsam geltenden Inhaltsstoffe der Pflanze sind allerdings leider im Agavensirup nicht enthalten. Der Sirup ist im Allgemeinen eher nährstoffarm. Aufgrund des hohen Fructosegehalts hat Agavendicksaft zwar weniger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, kann dafür aber für die Leber schädlich sein und in Ausnahmenfällen auch zu allergischen Reaktionen führen.

Fazit

Agavensirup ist ein Naturprodukt, das allerdings kaum Vitamine oder Mineralstoffe enthält. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil können Unverträglichkeitsreaktionen ausgelöst werden. Der Sirup ist bei Veganern und Menschen, die sich von Rohkost ernähren zwar beliebt, steht aber unter anderem aufgrund der langen Transportwege aus Mittelamerika umweltschutztechnisch in der Kritik. Wer zuckerfrei lebt und wem zudem die Umwelt wichtig ist, entscheidet sich besser für einen anderen Zuckerersatz.

Ahornsirup

Inhaltsstoffe & Herstellung

Ahornsirup ist ein Naturprodukt, das auf 100g 260 Kalorien enthält. Über 50 Prozent des Ahornsirups bestehen aus Zucker. Zudem weist er einen hohen Anteil an Mineralien und Antioxidantien sowie einen etwas geringeren aber immer noch hohen Fructoseanteil auf.

Für die Herstellung von Ahornsirup braucht es vor allem Geduld. Denn es dauert vierzig Jahre bis der Saft erstmalig aus dem kanadischen Zucker-Ahornbaum gewonnen wird. Nur reife Bäume bieten den besten Ahornsirup. Um an die Zuckerersatzstoffe zu gelangen, werden die Ahornbäume Ende Februar angebohrt. Dieser Prozess schadet dem Baum als Ganzes nicht.

Wenn die Bäume ihre Nährstoffe aus dem Boden in die Kronen transportieren, damit die Blüte in Kraft treten kann, wird ein Teil des Safts abgezapft und durch Plastikschläuche in Bottichen gesammelt. Später werden die flüssigen Zuckerersatzstoffe in Tankwagen umgepumpt und in die Produktionsstätten gebracht, wo er eingekocht und weiter verarbeitet wird.

Im Durchschnitt werden 40 Liter Saft des Ahornbaums benötigt, um einen Liter Ahornsirup herzustellen. Ein Baum produziert diese Menge Saft in einem Zeitraum von 14 Tagen.

Verwendung & Geschmack

Ahornsirup ist im Regelfall wesentlich geschmacksintensiver als herkömmlicher Zucker. Der Geschmack des Sirups wird seit 2016 durch Güteklassen klassifiziert. Diese reichen von AA – nach europäischen Standards und Grade A nach kanadischen Standards – bis D – nach europäischen Standards beziehungsweise „Processing Grade“ nach kanadischen Standards. Es gilt zu beachten, dass die Güteklasse D in Kanada nicht in der Direktverwendung erlaubt ist, da der Anteil an Verunreinigungen zu hoch ist.

Generell gilt, dass Ahornsirup umso geschmackvoller ist, je höher der Gütegrad ist. Dieser ist vom Zeitpunkt der Ernte abhängig. Je später sie stattfindet, desto süßer der Saft. Im Allgemeinen süßt Ahornsirup intensiver als raffinierter Zucker. Anders gesagt: Ein Esslöffel Haushaltszucker kann ungefähr durch einen halben Esslöffel Ahornsirup ersetzt werden.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Ahornsirup enthält mehr als fünfzig verschiedene antioxidative und entzündungshemmende Stoffe, die bei Diabetes, Krebs und diversen Infektionen heilsam wirken. Der Anteil im gängigen Ahornsirup ist so gering, dass kaum von einem Allheilmittel gesprochen werden kann. Grundsätzlich ist der braune Sirup aber gut verträglich.

Fazit

Ahornsirup stellt zwar eine gesunde Alternative zum Haushaltszucker dar, als dauerhafter Zuckerersatzstoff ist er aufgrund des hohen Fructoseanteils nicht zu empfehlen. Aus unserer Sicht ist Ahornsirup aber besser als Agavendicksaft, auch da es intensiver süßt und daher weniger benötigt wird.

Honig ist ein relativ guter Zuckerersatzstoff
Honig ist ein relativ guter Zuckerersatzstoff

[UNSERE EMPFEHLUNG] Honig

Inhaltsstoffe & Herstellung

Honig ist ein von Bienen gewonnener Zuckerersatz, der auf 100g 300 Kalorien enthält. Im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen kann Honig – zumindest bei schonender Herstellung – auch viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten und sogar heilende Wirkungen entfalten.

Honig ist der Zuckerersatzstoff, der auf die natürlichste Art hergestellt, die nur denkbar ist: Mithilfe von Honigbienen. Eine Biene wird etwa 4 bis 5 Wochen alt und produziert im Laufe ihres kurzen Lebens etwa einen Löffel Honig. In der Wildnis dient der Zuckerersatz den fleißigen Sammlern als Mittel, um den Winter zu überleben. Im Gegensatz zu anderen Insekten, wie Hummeln oder Wespen, überdauern Honigbienen dank des gesammelten Nektars so die kalte Jahreszeit.

Doch zurück zur Herstellung: Bienen sind orts- und blütenstete Insekten, die im Umkreis von bis zu 10 Kilometern Blütennektar sammeln. Dieser wird im Bienenstock in Waben gepresst. Nach einem gewissen Zeitraum entnimmt ein Imker einen Teil der Honigwaben und trennt den Honig mit Hilfe einer Zentrifuge vom Rest. Die so gewonnenen Zuckerersatzstoffe werden gesiebt und abgefüllt. Ein Teil des Ertrags bleibt bei den Bienen, damit sie Nahrung haben.

Verwendung & Geschmack

Honig gibt es in so verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie es Blüten gibt. Von würzig-kräftigem Waldhonig bis hin zum milden Akazienhonig, kaum eine Sorte ist undenkbar. Honig ist recht dickflüssig. Echter Naturhonig kristallisiert bei Zimmertemperatur. Dies ist ein erwünschtes Qualitätszeichen.

Honig wird in warmen Speisen und Getränken verwendet, ist ein beliebter Brotaufstrich und gilt in erwärmter Milch aufgelöst als Einschlafhilfe. Der Zuckerersatzstoff wird aufgrund seiner Inhaltsstoffe gerne als Heilmittel bei Erkrankungen verwendet.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Die im Honig enthaltenen Substanzen wirken antibakteriell, entzündungshemmend und beruhigend auf die Nerven. Ein Teelöffel des Zuckerersatzstoffes aufgelöst in warmer Milch gilt als Einschlafhilfe. Salbeitee mit Honig hilft bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Zudem unterstützt der Zuckerersatz die Wundheilung und beseitigt lästige Halsschmerzen.

Aufgrund von Bakterien, die im Honig enthalten sein können, ist der Zuckerersatz für Babys bis zum Ende des 1. Lebensjahres weder roh noch im erhitzten Zustand zu empfehlen.

Fazit

Honig enthält eine große Menge an bioaktiven Stoffen und Antioxidantien. Der Zuckerersatz beinhaltet zudem Enzyme, die entzündungshemmend wirken. Wird Honig über 40 Grad erhitzt, verliert er diese Wirkung. Der Zuckerersatzstoff hat tendenziell weniger Kohlenhydrate als gängiger Haushaltszucker, hat aber manchmal einen appetitanregenden Effekt. Grundsätzlich ist Honig ein empfehlenswerter Zuckerersatzstoff, der in Maßen genossen werden sollte, auch da es sich um ein echtes Naturprodukt handelt. Er ist aber natürlich nicht zuckerfrei.

Maissirup (Isoglukose)

Inhaltsstoffe & Herstellung

Hinter Speisestärke versteckt sich in der Regel Maisstärke
Hinter Speisestärke versteckt sich in der Regel Maisstärke

Maissirup (oder Isoglukose) ist günstiger als herkömmlicher Zucker und wird daher in der USA seit langem als Hauptbestandteil von Limonaden und sonstigen industriell gefertigten Lebensmitteln benutzt. In der Europäischen Union war die Verwendung bis 2017 auf 5 Prozent beschränkt. Seit dem Fall der gesetzlichen Regelung geht man in Europa von einer Verdreifachung der Produktion von Isoglukose aus. Da der Zuckerersatz ein Konglomerat aus Einfachzuckern ist, hat es denselben Kalorienwert wie handelsüblicher Industriezucker.

Bei der Herstellung wird pflanzliche Stärke in ihre Inhaltsstoffe aufgespalten, so entsteht bei dem Prozess unter anderem Glucose und Fructose. Aus diesem Gemisch aus Einfachzuckern wird Isoglukose gewonnen, indem teilweise Glucose in Fructose umwandelt wird. Das geschieht unter Zufügung eines Enzyms, der sogenannten Glukose-Isomerase. Isoglucose wird vorwiegend aus Mais gewonnen. Doch es gibt Herstellungsarten, die auf anderen Getreidesorten basieren.

Verwendung & Geschmack

Isoglukose schmeckt süßer, je höher der Fructoseanteil im Zuckerersatzstoff. Der Zuckerersatzstoff wird vor allem in der industriellen Fertigung von Lebensmitteln verwendet, da es preiswerter ist als herkömmlicher Zucker.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Da Isoglukose einen hohen Anteil an Fructose beinhaltet, steht sie im Verdacht, Krankheiten, wie Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern. Die Süßkraft der Isoglukose kann durch den Gehalt an Fructose jederzeit gesteigert werden.

Fazit

Aufgrund der negativen Aspekte von Maissirup, bzw. Isoglucose können wir den Stoff nicht als Zuckerersatzstoff empfehlen.

Melasse

Inhaltsstoffe & Herstellung

Melasse (abgeleitet vom franko-hispanischen Wort für Honig, „miel“) ist ein natürlicher Zuckerersatzstoff, der als Nebenprodukt bei der Herstellung von Rohrzucker anfällt. 100g Melasse haben 288 Kalorien. Der Zuckerersatz enthält eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, welche diverse gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Neben essentiellen Aminosäuren und vielen Vitaminen des B-Komplexes enthält sie zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente, wie etwa Chrom, Eisen, Kalium, Kalzium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor, Schwefel, Selen, und Zink.

Melasse ist ein Sirup und wird daher auch Honig des Zuckerrohrs genannt
Melasse ist ein Sirup und wird daher auch Honig des Zuckerrohrs genannt

Melasse ist im Grunde das perfekte Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften. Denn bei der Produktion von Rohrzucker wird selbst dieses Abfallprodukt weiterverwendet, das während der gesamten Herstellung in verschiedenen Variationen anfällt. Wenn das Zuckerrohr geschleudert wird, lösen sich die festen von den flüssigen Bestandteilen. Nach der ersten Stufe der Erhitzung entsteht der sogenannte „Golden Sirup“, der relativ kristallin ist.

Bei dessen Weiterverarbeitung wird erneut Zucker und nochmals ein dunkler, aromatischer, dickflüssiger Saft gewonnen. Mit jedem weiteren Auskochschritt wird die Melasse dunkler. Nach dem dritten Auskochen enthält der Zuckerersatzstoff kaum noch Zucker. Dafür weist er einen erhöhten Mineralstoffwert auf.

Melasse ist nicht mit Zuckerrübensirup zu verwechseln. Das wird durch Einkochen von Zuckerrüben hergestellt.

Verwendung & Geschmack

Melasse hat einen aromatischen und leicht bitteren Eigengeschmack. Chemisch nachbearbeitet, wie sie mittlerweile in Supermärkten angeboten wird, weist der Zuckerersatzstoff einen neutraleren Geschmack auf.

Melasse eignet sich als Sirup als Brotaufstrich, zum Kochen und Backen und als Zuckerersatz für saure Limonaden. In der Hautpflege findet der Zuckerersatzstoff ebenfalls Anwendung.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Die Heilkräfte der Melasse waren schon den Ureinwohnern Asiens bekannt. Aufgrund der Inhaltsstoffe ist der Zuckerersatz auch in unserer Zeit ein beliebtes Naturheilmittel. Vor allem die sekundären, hitzestabilen Pflanzenstoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung und sollen freie Radikale binden.

Rohe Melasse weist – wie auch Haushaltszucker – rund 50 Prozent Fructoseanteil auf, wobei die Daumenregel gilt „je dunkler die Melasse, desto geringer der Fructoseanteil. 1 bis 2 Esslöffel pro Tag gelten als unbedenklich.

Fazit

Melasse ist ein Zuckerersatzstoff, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Dank seiner Vielfältigkeit wird der Zuckerersatz in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Sie enthält eine Vielzahl an essentiellen Vitaminen und Mineralstoffen, welche den Zuckerersatzstoff interessant machen. Aufgrund des natürlichen Zuckergehalts ist die Melasse zwar für Diabetiker nicht geeignet, für alle anderen stellt sie aber einen passablen Ersatz für gängigen Haushaltszucker dar. Aber Achtung – auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift.

Weitere Informationen findest du in unserem großen Überblick zu Melasse.

Reissirup

Inhaltsstoffe & Herstellung

Reissirup ist – wie auch zum Beispiel Malz- und Gerstensirup – ein fructosefreier Zuckerersatzstoff, der auf 100g 316 Kalorien und viele Nähr- und Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium und Magnesium enthält.

Reissirup wird aus Reismehl gewonnen. Dabei wird dieses in Wasser aufgelöst und erwärmt. Dank der Verwendung von Enzymen wird die Reisstärke in Zuckerstoffe aufgespalten. Die so entstandene Masse wird gefiltert und die Flüssigkeit eingedickt, sodass ein Sirup entsteht.

Verwendung & Geschmack

In der Küche ist Reissirup ein gelungener Zuckerersatz. Er schmeckt fein süßlich und hat ein leichtes karamellartiges Aroma. Der Zuckerersatzstoff findet sowohl beim Kochen als auch beim Backen Verwendung. Als Brotaufstrich oder im Müsli ist Reissirup ein gern verwendeter Zuckerersatz. Bei der Dosierung des Zuckerersatzes kannst du dich am besten an der von Honig orientieren.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen hat Reissirup einen recht geringen Eigengeschmack. Zudem weist er mit 21 Prozent einen hohen Anteil an Mehrfachzuckern auf. Diese müssen vom Körper erst in Einfachzucker umgewandelt werden, bevor die Zuckeraufnahme ins Blut möglich ist. Somit verzögert sich die Aufnahme.

Fazit

Reissirup ist vor allem für Menschen mit Fruktoseintoleranz der perfekte Zuckerersatz, da er keinerlei Fruchtzucker beinhaltet. Zudem verzögern die enthaltenen Mehrfachzucker die Aufnahme ins Blut. Reissirup ist aus unserer Sicht gesünder als Haushaltszucker, eignet sich aber dennoch nicht für eine zuckerfreie Ernährung.

Stevia

Inhaltsstoffe & Herstellung

Stevia ist ein natürlicher Süßstoff, der aus der als „Süßkraut“ oder „Honigkraut“ bekannten Pflanze gewonnen wird. Chemisch bearbeitet, weist er Zuckerersatzstoff eine Süßkraft auf, die bis 450 mal stärker als die von Haushaltszucker sein kann. Stevia als Süßstoff hat rund 300 Kalorien pro 100g vorzuweisen.

Grundsätzlich gilt zwischen der Pflanze Stevia und dem chemisch isolierten Zuckerersatzstoff zu unterscheiden. Während die Pflanze in ihrer Reinform eine Süße hat, die mit der von Lakritze vergleichbar ist, wird der Ersatzstoff Stevia erst nachbearbeitet, bevor er auf den Markt gelangt.

Dabei verarbeitet man durchschnittlich 10 verschiedene Steviolglycoside, wie zum Beispiel das Diterpenglycosid Steviosid und Rebaudiosid A zum Zuckerersatzstoff. Je nach Anbaugebiet und Sorte der Pflanzen variiert dabei die Zahl der verwendeten Stevioglycoside.

Zudem fügen manche Hersteller des Zuckerersatzstoffes mehr Rebaudiosid A hinzu als andere, da der Lakritzgeschmack dadurch gesenkt wird. Stevia kann von Diabetikern verwendet werden.

Verwendung & Geschmack

Die Süßkraft des Zuckerersatzstoffes Stevia ist bis zu 450 mal stärker als die von raffiniertem Haushaltszucker. Stevia wird gerne in Produkten für Diabetiker eingesetzt. Sie hat aber einen Eigengeschmack, der natürlich nicht jedermanns Sache ist.

Da für den Süßstoff Stevia die natürliche Form der Pflanze aufgebrochen wird, ist auch das Süßen mit den Blättern der Steviapflanze eine interessante Alternative.

Gesundheitliche Wirkung & Verträglichkeit

Die Wirkung von Stevia ist ein heiß